Französisch Polynesien,da denkt man an klares Wasser, bunte Fische und Palmen wohin man nur sieht. Diese Vorstellung kann ich nur bestätigen.

In dem Monat den wir in Französisch Polynesien verbracht haben sind wir an atemberaubend Buchten und über stahlblaues Wasser gesegelt. Die Nächte verbrachten wir an Moorings und am Tag fuhren wir mit dem Dinghy zu den Motus um zu schnorcheln, Kokosmilch schlürfen und Hühner jagen. Auch wenn all diese Aktivitäten durchaus attraktiv erscheinen, wurde am meisten geschnorchelt. Die Unterwasserwelt ist unglaublich. Fische wohin das Auge reicht, Korallen in Lila, Gelb, Weiss und Grün. So könnte man sich ewige von den sanften Strömungen des Wasser über das Paradies mitreissen lassen.


Das erste Ziel, Huahine.

Wetterprognose, starker Wind.

Die erste Überseglung, doch die Vorfreude hielt sich in Grenzen.

 

Reffä, Reffä schnällär Raffi“ Diese erschüttern Worte von unserem Captain HR bleiben mir heute noch in Erinnerung. Ich Malin Ettlin erzähle euch nun eine Geschichte die der Famile Ettlin zugestossen ist.

 

Es geschah an einem nicht allzu sonnigem Tag, wir wussten alle das die Überfahrt nicht besonders angenehm werden würde, was uns dann entgegenkam lies uns alle mit offenem Mund und mit aufgerissenen Augen zurück. Langsam wurden die Wellen höher und höher als Malin, Elin und Anita auf dem Deck die letzten Sonnenstrahlen einatmeten. Am Anfang war da nur das ständige hin und her Schaukeln des Schiffes das dann aber immer heftiger wurde und schlussendlich kam noch der starke Wind und der heftige Regen dazu. Jeder von uns lag irgendwo herum und wartete geduldig auf das ruhige Wasser im Riff von Huahine. Allen war es kotzübel bis auf Anita die wehrend der Überfahrt noch ein Gemütliches Schläfchen geduldet hat, doch auch sie erwachte als der Wind zunahm und die Laute des hin und her flatterndem Segel zunahm. Langsam stand HR auf und prüfte das Segel als er zu dem Entschluss kam seine Angelroute rein zunehmen aus der Angst sie würde weg winden. Doch plötzlich drängte sich ein Wind stoss mit über 28 Knoten über das Segelschiff und HR rief mit lauter stimme, das werde ich NIE vergessen ,,Raffi chum mier mönd s Sägl inä nä es chund go stürmä“ Zu allem dazu kam da der heftige Regen dank dem man keine 5 Meter weit sah und Elin, Anita und Ich  entschieden uns rein zu gehen wo wir den zwei Helden nicht im Wege stehen. Alles was ich da noch mitbekam ist in  Fetzen Gerissen. HR schrie umher und Raffi sprang im wilden Regen von Steuer zu Steuer ,,Reffä, Reffä schnällär Raffi“, ,, schnällär, schnällär“

Dieses Paradies barg auch gefahren, wie Anita Ettlin, mit uns teilt. Es sei ein Tag gewesen wie jeder andere, in Tahaa, erzählt die 50 jährige Schweizerin. Die ganze Familie verliess den Katamaran am morgen um ans Riff zu fahren um zu schnorchel. Angekommen teilt sich die Familie auf und Anita blieb alleine zurück  um sich ans schnorchel zu machen. „Ich ahne nicht was dann geschah“, meine Anita, sonst wäre sie sich nicht von der Gruppe getrennt. Ohne sich Sorgen zu machen was unter der Wasseroberfläche lauert, setzte Anita die Taucherbrille und den Schnorchel auf, und begann die Unterwasserwelt zu erforschen. „Zuerst fühlte ich nur ein vorbeistreifender Fisch,etwa 15cm lang, da dachte ich mit noch nicht viel dabei“, erzählt Anita ängstlich. Doch plötzlich seien die Fische auf sie gestürzt und hätten an ihrer Fleischwunde  mit ihren blutigen Zähnen gerissen. „Der Schmerz kam schlagartig, doch durch  meinen Körper strömte sie viel Adrenalin, dass der Schmerz schnell wieder nachliess. Und ich mich so wieder Zusammenreissen konnte. Ich wusste, ich muss handeln, sonst ist es vorbei.“ Anita versuchte die Angreifer abzuschütteln. Doch nichts funktionierte. Wie aus dem nicht kamen Elin und Malin, ihre Töchter, angerannt. „Wir hörten einen Schrei“, meinte die eingeschüchterte Malin, „ und kamen so schnell wie wir nur konnten.“ Zu dritt konnten die Fische vertrieben werden, und Anita wurde an den sicheren Stand gebracht. Wo ihre Wunde, mit 1cm Durchmesser, verpflegt werden konnte. Dieses schreckliche Erlebnis blieb bis heute, 2 tage später, noch in Erinnerung. Doch mit Hilfe ihrer Familie, konnte sich Anita wieder Erholen, und trägt wieder ihr Weltberühmtes, lebensfreudige Lächeln.

 

Landausflüge waren immer angesagt, bei der halben Familie jedenfalls. Während die Eltern mit Raffael an Land, den Läden entlang schlenderten, sonnten sich Malin und Elin gerne auf den Kat. Auf Huahine jedoch entschied sich die ganze Familie für ein Motorrad rennen um die Insel. Gestarten sind wir in 3 Teams, the Incredibles alias Raffael und Elin, Anita als the lonly ranger und HR und Malin als die Birkenstock gang. Schwimmen, Mittagessen, Ausstellung, Hotelbesichtigung und Strandwanderung, dass alles in 4 stunden. Die erste halbe stunde genossen wir ohne Zwischenhalt, nur wir, das Motorrad und die kühle Brise in unsern Haaren. Darauf folgte eine Abkühlung am Strand, die nur Elin alleine genoss, während HR und Raffi sich am Strand entlang auf die Suche nach einem Abenteuer begangen. Malin und Anita blieben am Strand zurück. Als die Männer zurückkehrten berichteten sie von einem verlassenen Hotel, oder eher was davon zurückblieb. Sie fanden eine alte Hotelanlage die von einem Hurricane zerstört wurde.

Doch es ging dann auch schon weiter. Wo die wilden Strassen auf Huahine uns weiter auf den Land trugen, auf ins Ungewisse.

 

 


Franz. Polynesien war eine gute Erfahrung, Trotz den Regenfällen die uns zu Beginn unseres Segeltrips doch stark einschränkten. Durch die Schlechtwetterlage beruhigte sich das Meer auch nicht so stark das wir Maupiti anlaufen konnten (Schwell max. 1.4m) wir hatten selten unter 2.0m Schwell.  Dafür hatten wir Zeit für andere Erlebnisse. Raffi machte Bekanntschaft mit den Einheimischen so das wir am Schluss noch früher in den Hafen zurückkehren mussten damit er an all den Partys teilnehmen konnte. Allgemein waren die Einheimischen sehr freundlich, an unterschiedlichen Orten bekamen wir Früchte geschenkt, am meisten bekamen wir auf unserer Flussfahrt. Im Hafen von Uturoa lernten wir dann auch noch zwei Schweizer Weltumsegler kennen, Lydia und Renè die mit Ihrer Yacht im selben Hafen lagen wie wir. 

Familie