Langsam wird`s mit Packen schwierig unsere Koffer füllen sich von Land zu Land, Zusatzgepäck wie Fischerruten, Surfbretter sowie diverse Andecken nehmen schon erheblich Platz in Anspruch, vor allem Malin beschäftigte sich aussergewöhnlich lange mit Ihrem Koffer, "einpacken-auspacken-einpacken-auspacken.... . Dementsprechend komplizierter wird unser Reisen, wenn mann dann auch noch von Raiatea über Papeete und Hawai nach San Franzisco fliegt und bei jedem Zwischenstopp das Gepäck abholen und neu aufgeben muss wird`s langsam anstrengend. Nach einer Reisezeit von 28h und leicht gereizten Nerven haben wir dann unser Zielflughafen erreicht. Nun noch mit dem Gratisbus zum Hotel, alles scheint problemlos zu klappen bis uns an der Rezeption mitgeteilt wurde das wir hier im falschen Hotel gelandet sind. Doch kein Problem der Concierge organisierte uns kurzer Hand eine Limousine "das Surfbrett musste ja mitkommen" die uns zu unserem Hotel brachte.
Am nächsten Tag holen wir unser Camper bei Cruise America ab, unsere Wohnung für die nächsten sechs Wochen. Im 30 Fuss Camper ca. 10 m lang haben wir alles was wir brauchen. Die Amerikaner sind uns jedoch etwas suspekt, je teurer je hässlicher sind die RV Campsides, in der Regel sieht so ein Campingplatz aus wie ein Parkplatz mit Stromanschluss. Da sind uns die Gratisplätze bei Walmart oder wie hier am Waldrand des Yosemite Park sympatischer.
Die Wunschliste unserer Kinder ist enorm, Mission Beach, Balboapark, Muscle Beach, Venis Beach, Santa Monica Pier, Hollywood.... wir eilen von Spot zu Spot. Ich bin erleichtert als wir San Francisco erreichen, letzte grosse Stadt für die nächsten Tage.
Anfänglich wollten wir ja an der Küste unsere Surfbretter auspacken. Nach einem ersten Check der Wassertemperatur mussten wir uns eingestehen dass wir von Polynesien doch zu stark verweichlicht wurden. Vielleicht starten wir in ein paar Wochen einen zweiten Versuch, hier ist es uns definitiv zu kalt.
Vor und um San Francisco begegnen wir endlich unseren ersten Walfischen, schon in Südafrika und danach in Franz. Polynesien dachten wir Ihnen zu begegnen.
Auf Wunsch von Malin und Raffi machen wir uns mit dem Fahrrad auf den Weg durch San Francisco wir fahren durch Parks und Stadtquartiere über die Golden Gate Bridge und dann mit dem Schiff wieder an den Ausgangspunkt.
Für Malin ist San Francisco der Höhepunkt Ihrer Reise, "Full House" ist das Stichwort, für sie mit dem Camper mitten in die Stadt bis zum besagten Full House. Wir manövrieren unser Vehikel ja mit Google durch die Gegend, leider weiss dieser nicht wie gross unser Fahrzeug ist was uns doch das eine oder andere mal interessante Herausforderungen bescherte. Sei es eine steile und kurvenreiche Bergstrasse oder eben hier steile Stadtfahrten.
Unser Roadtrip führt Richtung Yosemite Nationalpark, uns war von Beginn an klar ohne Monate im voraus zu reservieren ist kein campen im Park möglich. Deshalb wollten wir uns auf eine Wanderung im Herz des Parkes konzentrieren und am Abend weiterfahren. Vorbereitet auf den Besucherstrom waren wir dann doch eher schockiert was wir vortraffen. Stau Stau Stau insgesamt standen wir um die 3h im Stau und konnten dann auch unseren geplanten Track nicht begehen.
Nach Tagen der Wüstendurchquerung stieg die Vorfreude doch erheblich an auf eine Großstadt. Doch nach Dubai (Glamour) , Hong Kong(Skyline), Bangkok(Rooftop Bars) und Maccau(Casinos) konnte selbst Las Vegas uns nicht "vom Hocker rüähre". Die bunten Stadtlichter, Wolkenkratzer und riesen Hotelanlagen sind nicht neu für uns. Las Vegas macht uns den Eindruck einer Paper Town, nichts scheint echt oder original zu sein. Eine seelenlose Stadt.
Die nächsten Tage fahren wir von Nationalpark zu Nationalpark, die Wüstenlandschaft erinnert uns ein wenig an Afrika. Von Zeit zu Zeit sieht man sogar das eine oder andere Tier. In kleinen Wanderungen erforschen wir die Parks und wenn`s klappt übernachten wir auch dort.
Einige Klassenkameraden von Elin verbringen Ihr Austauschjahr in Amerika, so kommt es das wir unsere Route ein wenig anpassen müssen. Unser erster Abstecher ist Windsor in der nähe von Denver. Eliane ist in der letzten Woche vor Ihrer Rückreise und hat uns schon einige gute Tipps was wir in den nächsten Tagen ohne Elin alles besuchen sollen.
Zu unserer aller Freude sichteten wir in Boulder ein Spezialitätenladen mit richtigem Schweizer Käse, Italienischer Salami und guten Weinen. Da die Lebensmittel in den Einkaufszentren eher von geringer Qualität sind, freuen wir uns sehr über die Abwechslung.
Nun geht die Fahrt Richtung Yellowstone Nationalpark. Davor gibt`s noch einen Abstecher in Cody wo wir ein Rodeo besuchen.